Die besten Köder für Bachforellen im Fluss und Bach

Die besten Köder für Bachforellen im Fluss und Bach

Bachforellen sind besonders scheue Tiere. Hat man es auf die wunderschönen „Farios“ abgesehen, ist also ein leises Anpirschen von größter Bedeutung. Doch wie sieht es eigentlich mit den Ködern aus? Welche Köder eignen sich besonders für die Jagd auf Bachforellen? Welche Köder sind die besten, um den Bachforellen in unseren heimischen Bächen und Flüssen nachzustellen? Diese Fragen kläre ich in diesem Artikel und zeige Dir zudem, in welcher Situation bzw. an welchen Spots die einzelnen Köder besonders geeignet sind.

Köder für Bachforellen im Fluss und Bach

Bevor ich auf die Köder eingehen werde, hier noch ein paar Informationen vorab. Kein Gewässer ist gleich und nicht an jedem Gewässer funktioniert ein Köder, der an einem anderen Gewässer größten Erfolg bringt, genauso gut.

Inzwischen habe ich jedoch schon an vielen Gewässern mit mal gutem und mal eher schlechtem Bestand an Bachforellen angeln können, wodurch ich mir ein klaren Eindruck davon verschaffen konnte, wann welcher Köder besonders fängig ist. Übrigens eignen sich die Köder in der Regel auch für die Regenbogenforellen in unseren heimischen Flüssen und Bächen.

Welcher ist der beste Köder für Bachforellen?
Welcher ist der beste Köder für Bachforellen?

Jetzt aber zu den meiner Meinung nach besten Ködern für Bachforellen. Die Reihenfolge erfolgt zunächst zufällig und ohne Wertung. Ein kleines Ranking gibt es gegen Ende des Artikels, wo es auch noch weitere Empfehlungen zum waidgerechten Umgang mit Forellen geben wird.

Der klassische Spinner

Spinner gehören zum Spinnfischen wie das Amen in die Kirche. Der Spinner ist eine wirkliche „Allround-Waffe“, wenn es um das Angeln auf Bachforellen geht. Durch die Vielzahl an Dekoren und Gewichtungen sind sie flexibel einsetzbar. Besonders geeignet sind sie in meinen Augen vor allem in etwas langsamer fließenden Bächen und Flüssen bzw. in den Nebenströmungen. Dort kann der Spinner besonders gut geführt werden und seine ganze Wirkung entfalten. Wenn die Strömung nicht allzu schnell ist, kann der Spinner auch mit der Strömung geführt werden. Bei starker Strömung wird dies jedoch nahezu unmöglich.

Mit Spinner auf Bachforellen
Spinner geht immer – Das trifft auch bei den Bachforellen zu

Fazit: Der Spinner sollte bei jedem Ausflug dabei sein. Denn jeder Fluss oder Bach, in dem Bachforellen leben, bietet in der Regel Spots, in denen der Spinner eingesetzt werden kann. Eben ein absoluter Allround-Köder für Bachforellen. Gute Spinner sind meiner Meinung nach die DAM Effzett Spinner mit Einzelhaken. Außerdem sind Spinner im Vergleich zu anderen Ködern meist recht günstig.

Kleine Wobbler

Während große Wobbler vor allem für Hecht, Zander & Co. gedacht sind, haben sich kleinere „Mini-Wobbler“ inzwischen in Sachen Forelle etabliert. Durch die vielen verschiedenen Modelle gibt es immer ein passendes Exemplar, das so in der gewünschten Wassertiefe geführt werden kann. Tendenziell meiden kleinere Forellen die Wobbler eher, sodass bei einem Biss meistens größere Exemplare zu erwarten sind. Dies hängt jedoch auch von der Größe des Wobblers ab. Üblich sind Längen von unter 7cm, oft sogar unter 5cm.

Mini Wobbler für Bachforellen
Kleine Wobbler sind definitiv fängig – hier noch ohne Einzelhaken

Fazit: Ähnlich wie die Spinner sind kleine Wobbler immer eine gute Wahl, wenn es auf Bachforellen geht. In der Anschaffung sind sie oft jedoch etwas teuer. Eine gute Führung der Wobbler ist meiner Meinung nach bei starker Strömung schwierig.

Forellenblinker

Forellenblinker liegen voll im Trend. Nicht nur an den sogenannten „Forellenseen“ kommen sie zum Einsatz, auch in unseren Fließgewässern findet man sie immer häufiger. Sie sind vor allem in langsam fließenden Gewässern ein gutes Mittel. In stärkerer Strömung leidet das Laufverhalten der Köder, sodass Bisse von Bachforellen dann eher ausbleiben.

Forellenblinker für Bachforellen
Forellenblinker eignen sich nicht nur für den Einsatz am Forellensee

Fazit: Oft sind Forellenblinker eine gute Alternative zu Spinnern, da diese in den meisten Gewässern noch nicht allzu geläufig sind. Daher immer ein Versuch wert, wenn die Bisse ausbleiben. Der Anschaffungspreis liegt je nach Anbieter auch noch im Rahmen, häufig sind sie jedoch teurer als normale Spinner.

Kleine Gummifische bzw. Gummiköder

Ähnlich wie die Mini Wobbler sind auch kleine Gummifische gute Köder für Bachforellen. Sie lassen sich in jedem Fluss oder Bach, egal ob langsam oder schnell fließend, hervorragend führen. Durch unterschiedlich schwere Jigköpfe können sie auch in allen Wassertiefen angeboten werden. Wie bei den kleinen Wobblern schon erwähnt, sind auch die kleinen Gummifische eher für größere Bachforellen geeignet. Kleinere Bachforellen interessieren sich zwar ebenfalls für den Köder, aggressive Bisse bleiben in der Regel jedoch aus.

Mit Gummifischen auf kapitale Bachforellen
Perfekter Köder für kapitale Bachforellen – kleine Gummifische

Fazit: Toller Köder für große Bachforellen. Üblich sind hier Längen von 3-6cm. Gummifische sind meist vergleichsweise billig, weshalb das Preis-Leistungs-Verhältnis auf jeden Fall stimmt. Alternativ gibt es auch kleine Gummiköder, die beispielsweise Insekten imitieren. An einem fanglosen Tag sind diese manchmal die Rettung, nutze ich persönlich jedoch fast nie.

Streamer, Nymphen und Trockenfliegen

Das Fliegenfischen ist eine Kunst für sich. So unterscheiden sich auch die hier verwendeten Köder teils stark von den bislang aufgeführten Kunstködern, die beim Spinnfischen verwendet werden. Das Fliegenfischen ist in Sachen Fangerfolg meiner Meinung nach mindestens auf Augenhöhe mit dem Spinnfischen, wenn nicht sogar noch darüber. Wenn Dich das Fliegenfischen anspricht, dann sind diese beiden Artikel sicherlich lesenswert.

Fliegenfischen Einsteigerkurs – Fliegenfischen einfach lernen

Wie funktioniert Fliegenfischen?

Streamer

Der Streamer imitiert in der Regel einen kleinen Köderfisch, kann also zum Beispiel mit einem Mini Wobbler oder kleinen Gummifisch verglichen werden. Auch die Länge des Köders ist ähnlich (eher noch kleiner). Durch die vielen Möglichkeiten, die das Fliegenfischen bietet, kann der Streamer ebenfalls sehr variabel eingesetzt und angeboten werden.

Streamer als Köder für Bachforellen
Der Streamer imitiert einen kleinen Köderfisch – perfekt für Bachforellen

Nymphen

Nymphen imitieren kleine Insekten oder Larven, die im Wasser leben. Das Nymphenfischen wird zwar oft als die Königsdisziplin des Fliegenfischens bezeichnet, ist gleichzeitig aber wenn nicht sogar die „fängigste“ Methode. Bachforellen stehen auf die winzigen Köder (siehe folgendes Bild), da die kleinen Tierchen sehr häufig zur Hauptnahrung in den Salmoniden-Gewässern gehören.

Trockenfliegen (oder Nassfliegen)

Sicherlich hast Du Forellen auch schon einmal „steigen“ sehen. Dabei suchen sie ihre Nahrung an der Wasseroberfläche, wobei es sich üblicherweise um Fliegen handelt. Das Angeln mit Trockenfliegen, wie zum Beispiel der Maifliege, bringt nicht nur gute Fangergebnisse, sondern macht gleichzeitig eine Menge Spaß. Wenn sich der Fisch aus dem Wasser begibt und die Fliege von der Wasseroberfläche schnappt, ist ein kleiner „Adrenalinschub“ garantiert.

Mit Trockenfliegen auf Bachforellen angeln
Klein, aber fein – Trockenfliegen sind fängige Köder für Bachforellen

Mein persönliches Köder Ranking

Bevor ich mein persönliches Ranking für die besten Bachforellen Köder im Fluss und Bach aufliste, hier folgender Hinweis. Ich bin von allen Ködern überzeugt, sonst würde ich sie hier nicht aufführen. Je nach Gewässer und Spot eignen sich die unterschiedlichen Köder mal mehr und mal weniger für einen Einsatz, wie eben entsprechend beschrieben. Wenn ich ein Ranking für die in diesem Artikel genannten Köder festlegen müsste, dann würde es wie folgt aussehen:

  1. Fliegenfischen – Streamer, Nymphe oder Trockenfliege
  2. Spinner
  3. Mini Wobbler
  4. Forellenblinker
  5. Gummifische bzw. Gummiköder

Warum keine Naturköder?

Der eine oder andere vermisst in dieser Auflistung vielleicht Naturköder wie den Wurm, der üblicherweise an einer Posenmontage angeboten wird. Diese Köder mögen zwar womöglich auch fängig sein, aus einem bestimmten Grund führe ich sie hier jedoch nicht auf. Beim Angeln mit Wurm (oder ähnlichen Ködern) auf Bachforelle ist das Risiko, dass die Bachforellen den Köder sehr tief schlucken, extrem hoch. Durch das tiefe Schlucken werden die Tiere dann stark verletzt.

Naturköder wie Wurm auf Bachforellen verwenden
Ich rate von Naturködern wie Wurm oder Mais eher ab, wenn es um Bachforellen geht

Da bei dieser Angelmethode auch häufig kleine und damit untermaßige Fische gefangen werden, ist dies doppelt schlimm. Die verletzten Tiere können dann aufgrund der Verletzung nicht mehr zurückgesetzt werden, da sie es nicht überleben würden. Sie müssen dem Gewässer entnommen und getötet werden. Natürlich kann dies bei meinen persönlichen Favoriten auch passieren, allerdings mit einer viel niedrigeren Wahrscheinlichkeit.

Gerade beim Fliegenfischen haken die Bachforellen in geschätzt 95% Fälle direkt vorne an der Maulspitze, weswegen das Fliegenfischen in meinen Augen zu der vielleicht waidgerechtesten Angelmethode überhaupt gehört.

Der richtige Umgang mit Bachforellen

Beim Umgang mit Bachforellen solltest Du meiner Meinung nach vor allem das richtige Landen bzw. Keschern der Tiere beherrschen, da Bachforellen sehr sensible Tiere sind. Dies ist gerade bei untermaßigen Fischen sehr wichtig. Dazu habe ich Dir in diesem Artikel alles Wichtige zusammengefasst.

Handlandung Forelle – Forellen mit der Hand landen

Außerdem solltest Du beim Angeln auf Bachforellen nur Einzelhaken (am besten ohne Wiederhaken) verwenden. Bei Drillingen können die Forellen aufgrund der erwähnten Empfindlichkeit sehr leicht verletzt werden. Ich persönlich nutze daher nur noch Einzelhaken beim Angeln auf Bachforellen und rüste Köder mit Drillingen entsprechend um.

Probieren geht über Studieren – Teste es selbst

Kein Gewässer ist identisch, daher lautet die Devise: „Probieren geht über Studieren!“. Teste die einzelnen Köder selbst und verschaffe Dir einen Eindruck davon, welche Imitationen die beste Wahl an deinen Gewässern sind. Die Auflistung der im Artikel genannten Köder beruht auf meinen persönlichen Erfahrungen, die sich aus eigener Praxis und vielen Gesprächen mit anderen Anglern ergeben haben.

Wie sieht das Ganze bei Dir aus? Welche Köder verwendest Du am liebsten auf Bachforellen? Oder fehlt in diesem Artikel gar ein Köder? Lass es mich in den Kommentaren wissen, es würde mich auf jeden Fall sehr freuen!