Ein Einblick in das Angeln in Frankfurt am Main

Frederico ist neuestes Teammitglied bei angeldealz.de

Frederico ist unser neuestes Teammitglied und versorgt euch heute gleich mal mit einem Blogartikel über das Angeln in Frankfurt am Main. An dieser Stelle nochmal herzlich willkommen Frederico und euch viel Spaß beim Lesen!

Wenn man an Frankfurt am Main denkt, dann fallen einem Banken ein, Hochhäuser eng aneinandergereiht und der dunkle Ruf der Frankfurter Drogenszene. Nicht aber die Idylle des Mains und die verborgenen Großfische, die dieser beherbergt. Frankfurt ist ein Underdog in der Angelszene und noch lange nicht so bekannt wie Hamburg mit seinem Hafen oder den unzähligen Kanälen.

Doch Frankfurt hat für Angler einiges zu bieten. Ob das Spinnfischen auf Barsch und Zander direkt in der Stadt, zwischen Brücken und Banken, oder aber das Ansitzangeln auf Friedfisch und Wels am Main, etwas außerhalb der Metropole – alles ist möglich. Dieser Artikel handelt jedoch gezielt über das Spinnfischen auf Barsch und Zander.

Der Main in Frankfurt

Der Main bei Frankfurt ist ein sehr abwechslungsreiches Gewässer, von Stellen mit Steinpackungen am Ufer und Bereichen, die kaum oder gar nicht begehbar sind, bis hin zu Spundwänden und gepflasterten Gehwegen direkt in der Stadt. So bietet er für jeden Angler genau das, was er sucht. Wer schon einmal in den Buhnen am Rhein auf Zander gefischt hat, der weiß, dass es fast unmöglich ist, einen Gummifisch im Hauptstrom zu präsentieren.

Angelspots Frankfurt am Main
Wo wohl in Frankfurt am Main die großen Fische lauern?

In Frankfurt liegt die Fließgeschwindigkeit des Mains bei ca. 1,3 – 1,5 m/s, umgerechnet wären das um die 3-4 km/h. Da der Main bei Frankfurt keine Buhnen besitzt, bedeutet das, dass man die ganze Zeit in der vollen Strömung fischt. Je nach Breite des Mains fällt die Strömung stärker oder schwächer aus. In der Stadt ist der Main durchschnittlich um die 2 Meter tief, es gibt jedoch Löcher und Kanten, die deutlich tiefer sind. Diese gilt es als Raubfischangler zu finden, denn dort halten sich häufig die Fische auf.

Tackle und Technik zum Angeln in Frankfurt am Main

Da der Main relativ schnell fließt, muss man auf schwerere Köder zurückgreifen und dementsprechend auch kräftigeres Tackle benutzen. Als Rute kommen Modelle von 2,10m bis 2,40m zum Einsatz, in einer Wurfgewichtsklasse von ca. 10 bis 50g und gepaart mit einer 2500er bis 4000er Rolle. Diese sollte mit einer geflochtenen Schnur der Stärke 0,12mm bis 0,20mm bespult sein, da es nicht selten vorkommt, dass sich ein Wels den angebotenen Kunstköder schnappt.

Ausrüstung Angeln Main
Beim Angeln am Main kann man gerne mal von einem Wels überrascht werden – Dies sollte man berücksichtigen

Als Vorfach wird ein Fluorocarbon in 0,30mm bis 0,45mm verwendet. Da im Main, vor allem in den Bereichen der Stadtstrecke, viel Unrat und Müll im Wasser liegt und so die Hängerrate recht hoch ist, ist es wichtig, nicht zu leicht zu angeln, um Abrisse zu minimieren. Als Köder verwenden wir Gummifische und Wobbler von 10 bis 20cm Länge.

Jetzt fragt sich der eine oder andere sicher: „Mit 20cm Gummis auf Zander?“ Ja! Vor allem im Winter ist es hier am Main so, dass man auf kleine Köder um die 10 bis 12cm kaum Fische bekommt, anders als in anderen Gewässern. Die Zander mögen hier im Main sehr gerne große Köder und haben auch keine Scheu, diese mit voller Wucht zu attackieren.

Hauptstrom oder Hafen?

Hauptstrom oder Hafen? Die Frage stellt man sich beim Zander- und Barschangeln oft. In Frankfurt kann diese jedoch relativ schnell beantwortet werden. Häfen gibt es theoretisch, der West- und Osthafen sind jedoch beide gesperrt.

Hinweis: Dieser Artikel enthielt bis wenige Stunden nach der Veröffentlichung die Fehlinformation, dass das Angeln im Osthafen möglich und erlaubt wäre – dies ist jedoch nicht der Fall und somit verboten. Entschuldigt bitte den Fehler, das darf normalerweise nicht passieren und wird es in Zukunft auch nicht mehr.

Mehr Spaß macht es jedoch die Vielseitigkeit des Hauptstroms zu nutzen. In Frankfurt gibt es nicht wenige Brücken, an und unter denen sich die Räuber gerne verstecken. Besonders in der Dämmerung können in den Bereichen um die Brücken immer wieder gute Fische gefangen werden. Das Angeln in der Nähe der Brücken ist jedoch mit einer gewissen Qual verbunden. Fahrräder, Mülleimer, Tretroller, Abfälle und all der andere Kram sammelt sich in der Nähe der Brücken in Massen. So muss man dort immer mit Abrissen rechnen. Doch genau in diesen Verstecken findet man oft einen stacheligen Abnehmer, vor allem für Gummiköder am Jig oder schweren Dropshot.

Zanderangeln Dämmerung Frankfurt
Ein Freund von Frederico mit einem schönen Zander, der in der Dämmerung gebissen hat

Neben den Brücken hat der Main auch verschiedene Zuläufe. Zum Beispiel die Nidda, welche bei Frankfurt-Höchst in den Main mündet. Da die Nidda einen hervorragenden Bestand an Hechten hat, ist hier an der Mündung neben Barsch und Zander auch immer mal wieder die Chance auf einen Hecht geboten, welche im Main sonst eher gegen Null geht.

Ebenfalls schöne Stellen sind die Steinpackungen unterhalb und oberhalb der Offenbacher-Schleuse. Hier findet man durch die ganzen Kehrströmungen einige schöne Verwirbelungen und ruhigere Bereiche, wo es immer möglich ist, einen guten Fisch zu fangen.

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